Dies ist eine Aktualisierung dieses Artikels aus dem Jahre 2010. Scheinbar stößt man im Netz immer noch darüber, daher dachte ich, dass eine aktualisierte Fassung sinnvoll wäre. Los gehts:
Mit Anyconnect kann man schnell und sicher (über ssl-Verschlüsselung) VPN-Verbindungen zu Cisco-VPN-Netzwerken aufbauen, ohne einen schweren VPN-Clienten tief im System zu verankern.
Im folgenden kommt ein schnelles HowTo, wie man den Cisco Anyconnect VPN Clienten unter Ubuntu / Linux (speziell für die Uni Saarland) installiert, ohne sich sein Home-Verzeichnis mit irgendwelchen Programmen zu zu müllen
.
Die Anleitung richtet sich vor allem an Ubuntu-AnfängerInnen, für fortschrittene Benutzer sollte es ja kein Problem sein.
Anleitung:
- Den entsprechenden Client (32- bzw 64bit) von herunterladen (für die Uni Saarland ist es folgende Seite, für die man eine gültige Benutzerkennung benötigt. Kommt ihr von einer anderen Uni, gibt es mit Sicherheit auch dort eine entsprechende Datei)
http://www.hiz-saarland.de/informationen/basisdienste/vpn/anyconnect/
- In das Download verzeichnis wechseln und das Archiv entpacken. Dies kann man entweder über die grafische Oberfläche machen, oder aber in der Konsole. Dazu öffnet man einen Terminal und gibt folgende zwei Befehle ein:
% cd ~/Downloads
% tar -xf anyconnect-predeploy-linux-3.0.5075-k9.tar.gz - Nun wird es ein bisschen komplizierter (aber nicht viel, keine Sorge). Damit wir das Programm nicht in unserem Benutzerverzeichnis haben, richten wir im Root-Verzeichnis einen entpsrechenden Bereich ein (falls er nicht sogar schon vorhanden ist). Dazu öffnen wir (falls noch nicht geschehen) einen Terminal und geben die untern stehenden Befehle ein. Das “-p” im Befehl sorgt dafür, dass, sollte der Pfad noch nicht existieren, dieser mit allen Ordnern und Unterordnern (in diesem Fall nur einer) erstellt wird.
$ sudo mkdir /opt/
$ sudo cp -r anyconnect-3.0.5075 /opt/anyconnectDer “sudo”-Befehl bewirkt, dass man den Befehl als sog. “Superuser” ausführt. Hierfür muss man einmal sein Passwort eingeben. Es wird dann für die nächsten 15 Minuten gespeichert.
- Jetzt kommt im Prinzip auch schon der letzte Schritt. Wir wechseln in den Ordner anyconnect Ordner. Man sieht, dass es dort drei Unterverzeichnisse gibt, von denen uns allerdings nur das Verzeichnis “vpn” interessiert. Solltet ihr keine Unterverzeichnisse haben, dass wechselt in das Verzeichnis, in welchem ihr die Datei “vpn_install.sh” findet.
$ cd /opt/anyconnect/vpn
$ sudo ./vpn_install.shDieser Befehl bewirkt, dass die Installationsdatei ausgeführt und der Client auf dem System installiert wird. Es werden die Lizenzbedingungen gezeigt, welche man mit einem Druck auf “Y” und anschließend “Enter” bestätigt. Man kann nun das heruntergeladene Archiv aus dem Downloadverzeichnis löschen.
- Will man ihn nun deinstallieren, so führt man einfach nacheinander folgende Befehle aus (wieder darauf achten, dass man mit “cd” in das Verzeichnis mit der Datei “vpn_uninstall.sh” wechselt):
$ cd /opt/anyconnect/vpn
$ sudo ./vpn_uninstall.sh
$ sudo rm -rf /opt/anyconnectSo wird zum einen der Client deinstalliert, zum anderen wird das Verzeichnis aus unserem Wurzelverzeichnis gelöscht.
Man sollte nun den Clienten benutzen können (im Menü unter Internet). Für den Uni-Saarland-Server muss man nun nur noch “asa1.uni-saarland.de” oder “asa2.uni-saarland.de” angeben. Schon kann man sich mit seiner Studenten- / Mitarbeiterkennung in das Uni-Netzwerk verbinden.
[...] (UPDATE!: Es gibt eine neue Anleitung (Jahr 2012). Man findet sie hier.) [...]
Für diejenigen, die Cisco Software nicht über den Weg trauen oder die einfach nur OpenSource made in Deutschland verwenden wollten, dem soll gesagt sein, dass dies alles auch einfacher (finde ich) mit vpnc der Unix-AG Kaiserslautern funktioniert. Rock solid und Produktiveinsatz seid Jahren. Damit kann man auch prima den Cisco-Ich-mache-alle-Netzwerkkarten-dicht-ausser-meine-VPN-Verbindung umgehen und schön ganze Netze über eine Verbindung routen. Sehr, sehr praktisch!
Der Anyconnect macht inzwischen nicht mehr alle Karten dicht. Zumindest neue Verbindungen gehen ohne Probleme. Was manchmal, aber nicht immer hängt ist zumindest bei mir das Streaming. Wenn ich grade nen Film gucke verliert er die Verbindung, aber finde ihn dann wieder im neuen Netz.
Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil. Bzw. behaupte ich gar nichts mehr
. Hatte es mit dem OpenVPN verwechselt, dass ich auf der Arbeit einsetze. Er macht wirklich einiges zu (alles?)… das ist doof… vpnc mach ich mal bei Gelegenheit. Dann gibts dazu auch ne Anleitung.
CiscoVPN (alle Software-Connectoren) machen das, was der Server sagt: Also auch zu
vpnc macht das nicht und es ist so stabil, dass ich es seit über einem Jahr produktiv für viele Kunden im Einsatz habe.